Newsletter der CDU Thüringen

 
Montag, 14. Dezember 2009 13:36

Maßnahmen zur Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge zügig umsetzen

Mario Voigt

Mario Voigt

In Thüringen sollen die von der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz beschlossenen Maßnahmen zur Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge zügig umgesetzt werden. Das hat der kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Mario Voigt, gefordert. Zügige Reformen müssen nach seinen Worten Hauptthema des Hochschulgipfels sein, den die Landesregierung für Anfang 2010 angekündigt hat. Zu dem Gipfel sollen Hochschulleitungen, Hochschullehrer und Studierende eingeladen werden.

Die Kultusminister und Hochschulrektoren haben beschlossen, die Studienzeit zu flexibilisieren, die Prüfungsdichte zu verringern und die Mobilität zwischen den Hochschulen zu verbessern. „Die Zielrichtung stimmt, jetzt müssen die entsprechenden Schritte zügig gegangen werden“, sagte Voigt. Er bedauerte, dass die im Kern richtige Bologna-Reform durch die teilweise mangelhafte Umsetzung erheblich in Misskredit geraten ist. „Es ist eben nicht möglich, den Inhalt eines bisher fünfjährigen Studiums in drei Jahren unterzubringen, ohne dabei den Raum zur geistigen Entfaltung vollends zu zerstören“, so der Kultur- und Wissenschaftspolitiker.

Laut Voigt „darf der Studienplan nicht zu einem eng gestrickten Stundenplan verkommen, in dem es nicht mehr möglich ist, ausreichend Veranstaltungen frei zu wählen und über den Horizont des engeren eigenen Fachgebiets hinauszublicken.“ Zum Teil seien die akkreditierten Studiengänge überdies so spezialisiert, dass sie die Studierenden förmlich an ihre Hochschulen ketteten. „Das ist eine Art akademischer Schollenbindung, die den Traum von dem einen europäischen Studienraum gelegentlich geradezu ad absurdum geführt hat.“ Die CDU-Fraktion werde darauf achten, dass hier nun schnell nachgebessert wird.