Newsletter der CDU Thüringen
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Dienstag, 28. Oktober 2008 16:31
Thüringer Union steht zu ihrer Vergangenheit
„Bereits im Grundsatzprogramm der CDU Thüringen haben wir uns kritisch mit unserer Parteivergangenheit beschäftigt. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass dies auch in dem Leitantrag an den bevorstehenden CDU-Bundesparteitag in Stuttgart Berücksichtigung findet. Wie wichtig das ist, verdeutlichen die Medienberichte der vergangenen Tage.“ Das sagte der CDU-Landesgeschäftsführer Andreas Minschke nach der Sitzung des Landesvorstandes heute in Erfurt. Die CDU-Vorstandsmitglieder hatten einen entsprechenden Änderungsantrag für das „Ost-Papier“ erörtert.
„Die Medienberichte dieser Tage zeigen, dass das Thema von viel Unwissenheit und gezielten Fehldeutungen geprägt ist. Die Thüringer Union hat ihre Vergangenheit wie keine andere Partei von Anfang an kritisch aufgearbeitet“, so Minschke. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Dr. Klaus Zeh habe 1990 die Aufarbeitung vorangetrieben. Die Thüringer Union habe sich nie gescheut, zu ihrer Verantwortung im geschlossenen System „DDR“ zu stehen.
„Jeder Brief, jedes Schriftstück und jede Bemerkung, die in der SED-Diktatur einen Erneuerungsprozess anstoßen wollte, muss heute zeithistorisch gesehen werden. Selbst am 9. November 1989 war auch nach der Tagesschau um 20.15 Uhr nicht vorauszusehen, dass der Untergang des DDR-Staates unmittelbar bevorsteht“, so Minschke. Viele CDU-Mitglieder in der DDR hielten die Idee der christlichen Demokratie auch in den Zeiten der Diktatur wach. Manche haben dafür gar ihr Leben gelassen. Ihre Mitgliedschaft sei stets eine komplizierte Gratwanderung zwischen Anpassung und Verweigerung sowie Suchen und Ausloten von möglichen Nischen und Freiräumen gewesen. Gerade vor dem Hintergrund ihrer eigenen Geschichte stelle sich die CDU ihrer besonderen Verantwortung.
Andere verklärten die Geschichte, so Minschke. „Wir stehen zu ihr! Die Block-CDU hat ohne Wenn und Aber auf ihr gesamtes Vermögen verzichtet. Es ist üble Nachrede, wenn die Linke wie zuletzt wieder auf ihrem Landesparteitag in Sömmerda das Gegenteil behauptet. Es war die SED, die ihr Geld und Vermögen in großen Massen selbst 1990 und danach noch transferiert hat. Die SED-Nachfolger profitieren heute noch von den diktatorischen Bereicherungsmechanismen der DDR“, stellte Minschke klar.
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