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Freitag, 26. Februar 2010 16:36

CDU-Abgeordnete Voigt und Hirte zur Bedeutung des Reformationsjubiläums 2017

Lutherdekade als Chance für Thüringen begreifen

Erfurt/Eisenach – Die Maßnahmen der Landesregierung zur Unterstützung der Lutherdekade sind von zentraler kulturpolitischer Bedeutung. Das hat der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Mario Voigt MdL, in der heutigen Sitzung des Thüringer Landtags erklärt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte aus dem Wartburgkreis verwies anlässlich der Landtagsdebatte in Eisenach auf die touristische und infrastrukturelle Dimension der Lutherdekade.

Voigt sagte: „Thüringen ist Kernland der Reformation. Wir müssen die Chancen für Tourismus und Kultur nutzen. Was der Jakobsweg für Santiago de Compostella bietet, kann auch ein Lutherweg in Mitteldeutschland sein – Ort religiöser Findung und Selbstbesinnung. Die Wartburg ist dabei einer der drei zentralen Ausstellungsorte des Jubiläums. Die Lutherdekade gibt uns die Chance, den Dialog mit anderen Religionen zu suchen und von anderen Kulturen zu lernen. Luthers Ziel war es, Kirche und Religion zu verändern. Wenn wir in Thüringen und in unserer Heimat an diese Bedeutung anknüpfen, ist dies für uns auch die Chance, uns in dieser lutherischen Offenheit aller Welt zu präsentieren und ein nachhaltiges positives Bild unseres Freistaats zu zeichnen.“ Der kulturpolitische Sprecher regte an, durch Fortbildungen des ThILLM dafür zu sorgen, dass Luther auch im Unterricht stärker zur Sprache kommt. „Das Themenjahr 2010 >Reformation und Bildung< gibt die Chance, Vorschläge zu erarbeiten, wie die Lutherdekade im Schulunterricht verankert werden kann,“ so Voigt.

Hirte begrüßte die Signale des Kuratoriums Luther 2017, eine nationale Ausstellung im Jubiläumsjahr 2017 auf der Wartburg durchzuführen. „Für die Wartburgregion und ganz Thüringen eröffnet sich eine Riesenchance, ihr Potenzial und ihre Attraktivität aller Welt zu zeigen. Eisenach wäre damit neben Berlin und Wittenberg eines der deutschlandweiten Aushängeschilder in diesem so wichtigen Reformationsjahr 2017. Bereits die Erfahrungen des Elisabethjahres haben gezeigt, welche positiven Impulse sich aus einer solchen Ausstellung für Tourismus und Infrastruktur ergeben“, erklärte Hirte. Das Kuratorium habe zwar noch keine abschließende Entscheidung zu Eisenach getroffen, er gehe aber davon aus, dass eine der zentralen Ausstellungen auch in der Wartburgregion gezeigt werde. „Schließlich kann niemand sonst mit einer so beeindruckenden Kulisse aufwarten. Und ohne die Wartburg und Luthers Übersetzung des Neuen Testaments wären die Reformation und ihre Wirkungsgeschichte wahrscheinlich auch anders ausgefallen. Daher gehört die Wartburg in das Ensemble der Ausstellungsorte“, sagte der Bundestagsabgeordnete abschließend.